Sonntag, 20.05.2012
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Deutscher Wetterdienst Deutschlandwetter-aktuell ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am Sonntag, 20.05.2012, 11:30 Uhr Im Nordosten schön und bis 30 Grad, sonst gewittrig und bis 25 Grad. Offenbach, Sonntag, den 20.05.2012, 11:30 Uhr - Hoch Otto und Tief Yvi bestimmen unser Wetter in den nächsten Tagen. Otto ist ein Abspalter von Norbert, unserem Eisheiligenhoch und entwickelt sich derzeit über dem Nordmeer und zieht unter weiterer Verstärkung langsam nach Skandinavien. Yvi, ein umfangreiches Tief über Frankreich, verlagert seinen Schwerpunkt von Frankreich in den Süden Deutschlands und zieht dann in der zweiten Wochenhälfte südostwärts ab. Mit einem Blick auf die Landkarte kann man sich also das Wetter der nächsten Tage vorstellen. Ivy wird die erste Wochenhälfte das Wetter in Deutschland dominieren, danach wird sich Otto durchsetzen. Beginnen wir zunächst mit dem Nordosten, dem trotz Ivy eine insgesamt sonnige und zunächst sehr warme Woche bevorsteht. Hier wirkt sich nämlich die Hochdruckbrücke zwischen Otto und Norbert aus und lässt die garstige Ivy nur ganz vereinzelt mit einem Gewitterschauer zum Zug kommen. Die Temperaturen können am Mittwoch die 30 Grad Marke erreichen, dann aber wird es trotz Sonnenschein deutlich kühler. Verantwortlich für die Abkühlung ist erneut Hoch Otto, das sich nach Skandinavien verlagert und Luft von der derzeit mit 8 Grad noch kühlen Ostsee nach Mitteleuropa treibt. Und nun kommt der eher unangenehme Teil. Ivy verabreicht uns teils kräftige Gewitter; Montag und Dienstag im Südwesten und Süden vielleicht Dauerregen. Beides mit Unwetterpotenzial. Und wo es viele Wolken mit Regen gibt, da ist es üblicherweise auch nicht so warm. Insbesondere ganz im Westen und beim Dauerregen im Süden mit kaum 20 Grad. Wir werden also die nächste Woche ein zweigeteiltes Wetter in Deutschland haben. Zum einen Ottos Sonne mit Höchstwerten bis nahe 30 Grad, zum anderen Ivys Wolken mit teils anhaltendem Regen und Gewittern bei Höchstwerten um 20 Grad. Die Wettergrenze verlagert sich täglich. Zunächst hat Ivy die meiste Kraft und die Wettergrenze verlagert sich nach Nordosten bis etwa zur Weser, ab Dienstag setzt sich zunehmend Otto durch und bringt ab Freitag den Sonnenschein nach ganz Deutschland zurück. Schauer und Gewitter werden ab Donnerstag eher zu einer Rarität. Und was ist mit Pfingsten? Auf den heimischen Barometern wird bestimmt überall schön angezeigt. Aber, wie schon öfters an dieser Stelle berichtet, lügt der auch manchmal. Und unsere Rechnermodelle erzählen uns derzeit die Story vom Höhentief. Da brodelt es in der Atmosphäre und immer wieder gibt es Regengüsse. Hoffen wir also auf eine Fehlvorhersage der Höhenwetterkarten ... Das erklärt Dipl. Met. C. Hartmann von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage. Deutschlandvorhersage: Heute ist es im Osten und Südosten sonnig. In den anderen Gebieten wird es wechselnd wolkig, im Westen vielfach stark bewölkt. Im Westen und Südwesten kommt es zu Schauern und Gewittern, vor allem nachmittags ist örtlich Starkregen und Hagel möglich bis hin zu unwetterartigen Entwicklungen. Die Gewitter ziehen teilweise auch in die Mitte. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen 21 Grad im Westen und 28 Grad im Nordosten. An den Küsten bleibt es mit Werten um 18 Grad kälter. Abgesehen von starken Gewitterböen weht ein meist schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Montag fällt weiterhin teils schauerartiger, im Südwesten auch kräftiger Regen, der anfangs auch noch von Gewittern begleitet sein kann. In der Osthälfte ist es wolkig oder klar. Es sind Tiefsttemperaturen zwischen 16 und 8 Grad zu erwarten. Am Montag scheint im Nordosten und im äußersten Südosten überwiegend die Sonne und nur ganz vereinzelt gibt es dort Schauer oder Gewitter. Sonst ist es vielfach stark bewölkt und es kommt gebietsweise zu kräftigen Niederschlägen, die zum Teil schauerartig verstärkt oder von Gewittern durchsetzt sind. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen im Osten Werte bis 29 Grad, sonst meist 20 bis 24 Grad, bei längerem Regen im Süden und an den Küsten nur um 17 Grad. In der Nacht zu Dienstag regnet es im Westen und Südwesten teilweise anhaltend weiter, sonst klingen die Schauer und Gewitter ab und wird teilweise klar. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 14 und 9 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Bei Gewittern muss mit Sturmböen gerechnet werden. Am Dienstag ist es im Nordosten freundlich, im Tagesverlauf kann es ganz vereinzelt Schauer und Gewitter geben. Sonst ist es dagegen meist stark bewölkt und es gibt gebietsweise kräftige Regenfälle, die von Osten her allmählich nachlassen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 20 Grad im Westen und bis 28 Grad im Nordosten. Im Allgäu und an den Küsten bleiben die Temperaturen unter 20 Grad. Der Wind weht meist nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Mittwoch sinken die Temperaturen auf 17 bis 10 Grad, in Alpennähe auf 8 Grad. Am Mittwoch ist es im Süden meist stark bewölkt und es kann Schauer, teilweise auch Gewitter geben. Im Norden und in der Mitte ist es heiter bis wolkig und in der Mitte gibt es noch einzelne Gewitterschauer. Die Tageshöchstwerte erreichen 16 Grad am Alpenrand und bis 31 Grad an der Oder. Der Wind ist überwiegend schwach bis mäßig, an der Küste auch frisch und kommt aus Nord bis Ost. In der Nacht zum Donnerstag lässt auch im Süden der Regen nach und kühlt es auf 17 bis 9 Grad ab. Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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